Vorheriger Monat | Januar 2010 | Nächster Monat
29. Januar 2010Im Alter von 91 Jahren ist jetzt der Schriftsteller J. D. Salinger gestorben, der mit »Der Fänger im Roggen« Weltruhm erlangte.
28. Januar 2010
Früher war es so: Wenn man bei Schwiegereltern nicht wusste, was man reden sollte (ganz bestimmt nicht über Politik!), dann redete man übers Wetter. Wie spießig! Und heute? Heute scheint es en vogue zu sein, in den so genannten Social Communities (in Ermangelung anderes Wissenswertes) übers Wetter zu jammern: Im Sommer ist es zu heiß, im Winter ist es zu kalt. Wow, wie aufregend. Wäre ich nie drauf gekommen ...
27. Januar 2010
One more thing: Flach wie eine Flunder - das iPad von Apple.25. Januar 2010
Am Wochenende im Kino die Comic-Verfilmung »Surrogates. Mein zweites Ich« mit Bruce Willis gesehen: Die Menschheit erfreut sich an so genannten Surrogates, besseren, schöneren Repliken ihrer selbst, die für sie den Alltag bewältigen - inklusive aller Emotionen, die die Leute daheim auf der Couch nur noch mittels Sensoren (mit)erleben. Die Menschen sind deshalb zwar träge, fett und häßlich geworden, aber Kriminalität ist ausgemerzt, naja, bis auf Sachbeschädigung an Surrogates. Bis eines Tages Morde geschehen, nicht nur an den künstlichen Doppelgängern, sondern zugleich auch an ihren Besitzern. Es kommt, wie es kommen muss: Cop schlüpft aus seinem Surrogate, ermittelt im leibhaftigen Körper, enthüllt eine Verschwörung. Happy End. Fazit: Lauer Aufguß altbekannter SF-Streifen und Cop-Thriller. Gähn.22. Januar 2010
Kleine Pause bei der Arbeit an Bis ins Mark. Musste nämlich die finalen Fahnen zu Sklavin der Sechs durchackern. Heute habe ich die letzten Korrekturen zum Verlag geschickt, damit das Buch am Wochenende in den Druck gehen kann. Schön.20. Januar 2010
Ich geb's zu, ich hab's (in meiner frühen Jugend) gelesen und dabei nicht wenige Tränen weggedrückt: Love Story von Erich Segal. Bereits am Sonntag ist der Autor gestorben.
19. Januar 2010
Robert B. Parker, Autor der Spenser-Krimis, ist heute gestorben. Ich mochte vor allem seine Jesse Stone-Romane, die mit Tom »Magnum« Selleck in der Hauptrolle verfilmt wurden.
18. Januar 2010
Gelesen: Das Vermächtnis (Hoffmann & Campe 2009, 830 Seiten, Euro 24.00) von Nelson DeMille.Anwalt John Sutter kehrt nach zehn Jahren seines Londoner Exils zurück in die USA. Genauer: nach Long Island, an die Goldküste, wo die Upper Class New Yorks lebt. Dort muss er den Nachlaß von Ethel Allard regeln. Sie war die ehemalige Bedienstete der vornehmen Familie William und Charlotte Stanhope, mit deren Tochter Susan einst verheiratet war. Dann hat Susan ihn nicht nur mit dem Nachbarn betrogen, dem Mafia-Paten Frank Bellarosa, sondern diesen auch kaltblütig erschossen.
Ein Wiedersehen mit der Ex-Frau, die für diese Tat vom FBI nie zur Rechenschaft gezogen wurde, ist für John unausweichlich, und das alleine ein Grund, warum er sich am liebsten sofort wieder in den Flieger setzen und nach Europa jetten würde. Bevor es dazu kommt, lauert ihm aber Anthony Bellarosa auf, der Sohn des toten Mafia-Paten, der nicht nur möchte, dass John für ihn als Anwalt arbeitet, sondern auch Susan endlich zur Rechenschaft ziehen will. Dummerweise sind Johns Gefühle für die Verflossene inzwischen wieder erwacht, naja, nie wirklich erloschen. Deshalb gerät er nicht nur selbst ins Fadenkreuz von Anthony, sondern auch in das seines ehemaligen Schwiegervaters, ein reicher, missgünstiger, garstiger, alter Mann ...
Was hier nach einem klassischen Krimi oder Thriller klingt, ist in Wahrheit nur das kleine Fundament, auf dem Nelson DeMille einen großen Gesellschaftsroman baut. Denn es gibt keine endlosen Verstrickungen oder überraschenden Wendungen (okay, zwei kleine, allerdings vorhersehbare, zum Schluß), sondern nur ein fabelhaftes Porträt der New Yorker Upper Class. Dies aber derart leichtfüßig, dennoch intelligent, zeitkritisch, trotzdem witzig, unterhaltsam, aber auch spannend, dass sich die 830 Seiten weglesen lassen wie nichts. Nicht ein Satz ist in dem Roman zu viel, jeder Charakter nicht nur voller Standesdünkel, sondern auch Tiefe – und John Sutters Sarkasmus, der sich von der ersten bis zur letzten Seite zieht, einfach nur grandios: Fritten seien mit dir, flüstert er seiner nicht ganz hellen, dafür umso verhassteren Schwiegermutter zu, als der Pastor beim Trauergottesdienst zum Friedenszeichen auffordert.
Ehrlich: Habe mich schon lange nicht mehr so köstlich mit einem Buch amüsiert.
15. Januar 2010
Keine schlechte Idee: Das Publikum bekommt Kopfhörer, wird in einem Raum gepfercht, der an das Foyer eines alten Kinos erinnert - und die Schauspieler agieren mittendrin: Marienbad, gestern im Hebbel am Ufer gesehen, war eine interessante Aufführung, zumal die Frauen und Männer im Publikum unterschiedlichen Darstellern lauschten - und am Ende doch ein gemeinsames Bild der Verzweiflung fanden, die die Figuren umtreibt.
11. Januar 2010
Also wirklich, mein Name steht auf dem Buchcover, auf der Rückseite, im Innenteil, in der Pressemitteilung des Verlags, auf meiner Website, selbst die Datei meines Pressefotos trägt meinen Namen - und doch schafft es Chefredakteur (!) Helmut Harff konsequent meinen Namen falsch zu schreiben: Michael Feige.
Aber nicht nur das: Bereits als er mit mir sprach, wunderte ich mich, wie er denn dieses Interview für seine Leser aufbereiten werde - er benutzte nämlich kein Diktiergerät, sondern nur Kugelschreiber und Notizblock. Aus meiner langjährigen Erfahrung als Journalist weiß ich, das dies für eine Reportage oder ein Feature durchaus funktioniert. Aber für ein Interview? Tja, als ich jetzt den Text zu lesen bekam, wundert mich gar nichts mehr: Nicht eine der veröffentlichten Antworten ist mit meinen Aussagen identisch, einige sind sogar ärgerlich erfunden und geben überhaupt nicht meine Meinung wieder.
Deswegen: Ich distanziere mich von diesem Interview.
Nachtrag, 13.1.: Das Interview ist vorerst offline.
8. Januar 2010
»Feiges Buch wird auf das Interesse vieler stoßen - und auch zu Recht, ist es ihm doch gelungen, mithilfe der zahlreichen Akteure eine vielschichtiges und authentisches Bild der Branche zu zeichnen«, schreibt Julia Zahnweh bei News.de über das jüngst erschienene Alles über Porno. Ihr Fazit: »Ein informatives und unterhaltsames Buch«.4. Januar 2010
Die verfluchte Winternacht, die ihm im dichten Wald jede Sicht raubte. Der eisige Regen, der seine dünne Kleidung durchnässte. Am schlimmsten von allem aber waren die Schmerzen. Alex Dinham hielt sich die Schulter knapp unter dem Schlüsselbein, wo die Kugel ihn erwischt hatte. Er fühlte, wie das warme Blut zwischen seinen Fingern durch den Verband suppte, den er sich notdürftig aus Hemdfetzen und Papiertaschentüchern gemacht hatte. Die Wunde pochte, ein Pochen, das in alle Teile seines Körpers strahlte und ihn zu lähmen drohte. Weiter! Bleib bloß nicht stehen!Jetzt als kostenloser Mp3-Download bei Jokers online: mein Kurzkrimi Erste Hilfe. Viel Spaß beim Hören!
PS: Auch für alle, die wissen wollen, was Miguel Dossantos, einer der Protagonisten in meinem Roman Trieb, so treibt ...
2. Januar 2010
Kein Grund zur Klage ...
Nicht nur Bjella, inzwischen acht Monate alt, freut sich über den Winter in Berlin.




