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30. Juli 2010

InceptionBereits mit »Batman Begins« bewies Regisseur Christopher Nolan (der zuvor schon mit »Memento«, »Insomnia« und »Prestige« eindrucksvoll von sich Reden gemacht hat), dass Intelligenz und Action sich in einem Kinoblockbuster nicht unbedingt ausschließen müssen. Mit dem Sequel »Batman - The Dark Knight«, ein Milliarden-Erfolg, unterstrich Nolan sein Talent. Um ihn für Teil 3 der Comic-Verfilmung bei Laune zu halten, schenkte ihm Warner Bros. 160 Millionen Dollar zur Umsetzung eines experimentellen Sci-Fi-Actionthrillers, mit dessen Idee Nolan schon seit zehn Jahren schwanger geht.
Herausgekommen ist »Inception« - und der beste Beweis, dass bei einem genialen Regisseur selbst ein Streifen »so zwischendurch« immer noch ein erhellender Kinomoment bedeutet. Denn Nolans neuester Streich ist ein intelligent gestrickter, dennoch actionreicher, auf jeden Fall aber moderner Film. Selten einen Streifen im Kino erlebt, bei dem die Leute im Anschluß applaudieren. Doch gestern so geschehen. Zurecht.


29. Juli 2010

Mädchenfänger Gelesen: Mädchenfänger (Wunderlich 2010, 464 Seiten, Euro 19.95) von Jilliane Hoffman.

Vor sieben Jahren hat Jilliane Hoffman mit »Cupido«, einer unerhört spannenden Geschichte mit ungeahnter Grausamkeit, die Messlatte für alle nachfolgenden Serienkiller-Thriller extremst hochgelegt. Seit dem ist eine Menge Blut die Druckmaschinen hinuntergeflossen, inzwischen wird kaum noch ein Thriller veröffentlicht, in dem kein Cop ins Visier eines brutalen Killers gerät, und keine Ekelszene die Leser noch mehr zu schockieren versucht – und kläglichst daran scheitert.
Schon mit dem »Cupido«-Nachfolger »Morpheus« (2005), der nahtlos an die Ereignisse ihres Debüts anschloß, konnte leider auch Jilliane Hoffman nicht ganz den Standard halten, den sie zuvor selbst gesetzt hatte. Über ihren dritten Thriller »Vater unser« (2007) breiten wir lieber gleich den Mantel des Schweigens aus. Jetzt ist mit »Mädchenfänger« Hoffmans vierter Roman erschienen.
Die Autorin bleibt ihrem Genre treu: Ein Serienkiller treibt sich in Internetforen herum, wo er mit jungen, hübschen Mädchen chattet, die er, kaum dass sie sich auf ein reales Treffen mit ihm einlassen, entführt, foltert, tötet. Ihm auf der Spur ist Detective Robert Dees, ein hochgeschätzter Experte in Sachen Kindesentführungen, der - wenig überraschend - selbst an einem Trauma knabbert: Vor einem Jahr ist nämlich seine Tochter Katy spurlos verschwunden. Befindet sie sich in der Gewalt des »Mädchenfängers«?
Ganz ehrlich? Schon nach 100 Seiten interessiert die Antwort auf die Frage nicht mehr. Denn obwohl der Killer ein Mädchen namens Katy in seinem Verließ gefangen hält, wird dem Leser schnell klar, dass es sich dabei nicht um Dees’ Tochter handelt. Überhaupt legt Hoffman ständig falsche Fährten, die aber so durchschaubar sind, dass es fast schon an eine Leserbeleidigung grenzt: Oder warum ist zum Beispiel jeder Verdächtige - was für ein Zufall! - ein Hobbymaler, so wie anscheinend auch der Killer, der die Polizei mit Aquarellen seiner Gräueltaten herausfordert?
Sowieso kommt die ganze Geschichte um diesen ach so schrecklichen Serienkiller nur durch ständige Zufälle in Gang. Oder ist es glaubhaft, dass die Cops anhand der Aquarelle innerhalb weniger Sekunden herausfinden, wo genau sie in Miami entstanden sind, und deshalb sofort die dort abgelegten, verstümmelten Leichen finden?
Die Grausamkeiten des Mörders, die Hoffman natürlich in der Folge detailliert beschreibt, wirken daher nur wie ein Fremdkörper im Buch – oder wie ein schlichtes, schockierendes Mittel zum Zweck.
Der größte Fremdkörper im Roman ist aber der »Mädchenfänger« selbst: Eingeführt als ein religiöser Fanatiker, wird er im Verlauf der Story zum notgeilen Teeniejäger im Internet, bevor er sich zum Pinsel schwingenden Picasso wandelt, der mit grausigen Bilderbotschaften sein Spiel mit der Polizei treibt. Und am Ende hat der Mörder alle Taten offenbar nur deshalb begangen, weil er noch eine Rechnung mit Detective Dees zu begleichen hatte. Ja, was denn nun? Warum hat der Mädchenfänger, Picasso oder wie auch immer er genannt wird, die Morde begangen? Hoffman enthält sich leider einer Antwort. Das Happy-End, das sie ihrem Roman stattdessen aufzwingt, lässt den Leser vollends kopfschüttelnd zurück.
Dabei birgt das Grundthema in »Mädchenfänger« - die Unbedarftheit junger Menschen im Internet - durchaus Potential für einen guten Thriller. Auch eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Schicksal vieler Ausreißerkinder in einer zunehmend anonymen Gesellschaft hätte eine spannende Geschichte ergeben können. Aber die von Hoffman seitenweise eingefügten Hintergrundinformationen zu den Themen, die sich wie Auszüge aus Wikipedia lesen, können den Thriller - der obendrein so grottig mit haarsträubenden Dialogen geschrieben ist, als hätte Hoffman ihn unter enormen Zeitdruck verfasst - leider auch nicht mehr retten.

27. Juli 2010

Während der drei Wochen USA habe ich im dortigen Fernsehen bereits mehrfach den Trailer zu Inception gesehen - sehr interessant. Was ich jetzt an Kritiken zum neuen Christopher Nolan-Streifen lese, macht mich nur noch neugieriger. Deshalb schon heute Karten für den Filmstart am Donnerstag gesichert.
Ebenso gespannt bin ich auf den dritten Teil von Toy Story. Bisher hat mich nahezu jeder der Animationsstreifen aus der Pixar-Schmiede restlos begeistert. »Toy Story 3« dürfte es auch tun. Ebenfalls ab Donnerstag im Kino.
Und bei YouTube geistert ein Trailer, der beide Filme miteinander mischt. Witzig!


24. Juli 2010

PredatorsMan darf weiß Gott kein tiefgründiges Melodram erwarten, wenn man sich den neuen »Predators« im Kino angucken geht. Schon der erste Teil war 1987 mit Arnold Schwarzenegger in der Hauptrolle ein lupenreiner Actionkracher. Der nun von Robert Rodriguez produzierte, neue Streifen steht dem in nichts nach: Die erste halbe Stunde, in der ein Haufen verwegener Typen auf einem unbekannten Planeten strandet, ohne zu wissen, wie es sie dorthin verschlagen hat und gegen welche unbekannte Gefahr sie jetzt zu kämpfen haben, schockt grandios. Danach kippt der Film zwar in eines der typischen Mensch-gegen-Alien-Ballerspielchen ab, das aber dennoch kurzweilig unterhält, nicht zuletzt wegen der Vielzahl bekannter Akteure, unter anderem Adrien Brody, Topher Grace, Alice Braga, Laurence Fishburne und Danny Trejo. Mit anderen Worten: tolles Popcorn-Kino!


23. Juli 2010

Bereits Ende Mai musste ich meinen nagelneuen iMac (gekauft Ende April) zu Gravis schleppen, weil das optische Laufwerk nach fünfmaligem Gebrauch die DVDs nicht mehr ausspuckte. Der Player wurde ausgetauscht, zwei Wochen benutzt, dann fuhr ich drei Wochen in Urlaub. Seit einer Woche bin ich wieder daheim, habe das DVD-Laufwerk drei mal benutzt - jetzt ist es schon wieder hinüber. Also den Rechner heute wieder zu Gravis gebracht. Dort kam es noch schlimmer: Weil Sommerzeit ist und anscheinend gerade jeder seinen Rechner zur Reparatur bringt, dauert der Austausch des defektiven Laufwerks diesmal mindestens drei Wochen ... Nicht wirklich wahr, oder?


20. Juli 2010

Wie versprochen heute eine kleine Fotonachlese unseres knapp 2500 Kilometer langen Trips entlang der US-Westküste (Klick aufs Bild führt zur Großansicht). Die Reise begann in der ersten Woche in San Diego.
USA Während Heiko fürs DLR auf einer Konferenz schwitzte, ließen wir es uns am Strand gut gehen. Fast immer prächtiges Wetter. Fast ...
USA Trüber Himmel und stürmische See waren beste Bedingung zum Surfen.
USA Der Abend gehörte dann dem Pool.
USA San Diego aus der Ferne.
USA Die zweite Woche war für uns alle Erholung, Sightseeing und ... wie im Vorjahr auch diesmal Wagemut im Freizeitpark, diesmal im Six Flags Magic Mountain in Los Angeles.
USA Ohne Worte.
USA X2 - The Ride. Unglaublich!
USA Déjà-Vu, die mit Abstand grandioseste Bahn, die ich je gefahren bin. Am Ausgang reihten sich etliche Leute kotzend ans Geländer.
USA Superman, die Figur.
USA Superman, die Bahn.
USA Weiterfahrt nach Hollywood: der Walk of Fame.
USA Mein Favorit: Charlie Chaplin.
USA Ein Blick auf den Walk of Fame, mit der Skyline von Downtown-L.A. im Hintergrund.
USA Doh!
USA Das Kodak Theatre.
USA Hollywoodland.
USA Die alte Mission von Santa Barbara, eine der wohlhabendesten US-Städte.
USA Im Detail.
USA Fütterungszeit in Santa Barbara.
USA Hippie-Mobil am Strand von Santa Barbara.
USA Weiterfahrt nach San Francisco. Dort mit dem Schiff rüber nach Alcatraz, die legendäre Gefängnisinsel.
USA Auf Alcatraz.
USA In Alcatraz.
USA Der Gefangenentrakt.
USA Die Golden Gate Bridge.
USA San Francisco von Angel Island aus ...
USA Alt und neu in San Francisco.
USA Impressionen aus San Francisco.
USA Die letzte Woche bedeutete Arbeit für mich - und führte nach Aberdeen im Bundesstaat Washington, oben im Norden, wo Kurt Cobain seine Kindheit und Jugend verlebte. Über Cobain schreibe ich für den Beltz und Gelberg Verlag demnächst eine Biografie.
USA Das Haus in Hoqiam, in dem Kurt Cobain nach der Geburt mit seinen Eltern lebte.
USA Die Brücke am Wiskah-River, unter der Kurt Cobain schlief, als er als kleiner Junge von daheim ausriß.
USA Memorial am Wiskah-River.
USA Das Haus in Seattle, in dem sich Cobain erschoss.
USA Die Space-Needle in Seattle.
USA Die Monorail.
USA Der Fischmarkt in Seattle.
USA Frischer Fisch.
USA Von allen US-Städten, die ich bisher gesehen habe, ist Seattle mit Abstand eine der schönsten. Bewegende Historie, viel alte Struktur, die auf moderne Bauten trifft. Dazu viel Wasser, viele Berge drumherum - und schönstes Wetter. Was will man mehr?
USA Seattle.
USA Seattle von der Space Needle.
USA Abenddämmerung über Seattle, im Hintergrund rechts der Mount Rainier.
USA Nacht in Seattle.
USA Der erste Starbucks der Welt, 1912 gegründet, und der einzige Laden mit ...
USA ... dem alten Logo, der Meerjungfrau mit freien Brüsten. Und das in den USA!
USA Seattle vom Lake Union aus.


19. Juli 2010

Schon wieder vorbei: drei Wochen Urlaub an der US-Westküste. Fotos und mehr morgen ...


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Die Chronik des
laufenden Wahnsinns


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