31. Dezember 2006

Ich wünsche allen Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr. Ich freue mich auf ein Wiedersehen in 2007. Es wird ein spannendes Jahr, so viel sei verraten. Wir lesen uns!


23. Dezember 2006

Ich wünsche allen Lesern eine frohe Weihnacht. Lassen Sie sich reichlich beschenken, am besten mit schönen Büchern. Haben Sie eine schöne Zeit!


22. Dezember 2006

Bin dann gestern abend noch überraschend zu einer Party in die »Villa 54« an der Landsberger Allee gefahren; netter, verranzter Schuppen mit einer eigentümlichen Mischung aus schnoddrigen Berlin-Mitte-Junks, verkoksten Musikmajor-Heads und überkandidelten Soap-Starlets (zumindest sahen die gehobenen Nasen ganz danach aus). Der DJ war jenseits der 40, legte allerdings frischen Tech-House auf. Grund des Besuchs war der Live Act von Photon, zwei aufstrebenden Electro-Pop-Musikern. Deren Sound erinnerte an die neuen »Songs« von Alexander Kowalski, war nur ungleich beliebiger, plätscherte dahin, ohne dass irgendwas nachhaltig in Erinnerung blieb. Schade eigentlich, denn die Streams auf ihrer Website klingen irgendwie besser.
Danach verfiel der DJ in traurige Nostalgie: von Prodigy über Nirvana und Abba bis zu den BeeGees mixte er alles querbeet. Schmerz in den Ohren. Zeit aufzubrechen. Gute Nacht!


20. Dezember 2006

Kennen Sie schon einen der neuen Stars des deutschen Kriminalromans? Nun, dann lernen Sie ihn jetzt kennen ... Klicken Sie hier.


15. Dezember 2006

Apocalypto Geguckt: »Apocalypto« von Mel Gibson. Der Film ist meisterhaft in Szene gesetzt. Berauschende Bilder im Regenwald Mexikos, eindrucksvolle Charaktere, denen man nicht ansieht, dass sie eigentlich Laiendarsteller sind, umwerfend gute Kostüme und eine hervorragende Maske, dazu Originalton im Maya-Dialekt (mit deutschem Untertitel), das alles schafft eine mitreißende Atmosphäre, in die man gerne versinkt.
Trotzdem ging ich nach knapp 140 Minuten mit einem seltsam leeren Gefühl aus dem Kino. Denn die Geschichte, die Mel Gibson wie gehabt gewaltig und brutal erzählt, ist schlicht: Urwaldbewohner leben glücklich, bis ihr Dorf überfallen wird. Pranke des Jaguars kann seine schwangere Frau und seine Tochter verstecken, wird aber dann wie der Rest des Stammes versklavt. Er soll geopfert werden, kann fliehen, wird verfolgt, muss sich beeilen, um seine Frau zu retten. Und leider erfährt man - von einem kurzen Ausflug in die Stadt abgesehen - sehr wenig über die Hochkultur der Mayas. In diesen beiden Punkten hätte ich mir dann doch ein bißchen mehr Tiefgang gewünscht. Aber gut: die Bilder entschädigen allemal.


15. Dezember 2006

Gegessen: Ägyptisch im Restaurant El Pharao (Goerzallee 1, 12207 Berlin-Steglitz).
Zugegeben, auf den ersten Blick mutete das Gebäude wie ein ehemaliger Kindergarten an. Ein gedrungener Klotz inmitten einer großen Freifläche. Doch man darf sich nicht täuschen lassen. Im Innern verbirgt sich ein ägyptisches Restaurant, daran lässt auch die bisweilen etwas kitschige Ausstattung keinen Zweifel. Immerhin: Der Chef des Hauses erwies sich als amüsant-plauderndes Original aus Kairo, das sein Lokal schon seit über dreißig Jahren in Berlin betreibt.
Als Aperitif wählten wir einen Araki (ägyptischen Anis). Darüber gibt es wenig Worte zu verlieren. Lecker. Als Getränke entschieden wir uns für Ayran (frisch zugebereitetes Joghurtgetränk), äypgtischen Mangosaft sowie einen Karkade-Tee (ägyptischer Hibiskustee). Die Vorspeise war bei Heiko ein »Schorbet Bandura« (Tomatensuppe mit Zwiebeln), bei mir ein »Schorbet Ads« (Gelbe Linsensuppe). Würzig, nicht zu scharf, genau der richtige Einstieg in den nächsten Gang.
Der dann auch bald erfolgte. Warum gibt es einfach keine kleine Pause zwischen Vor- und Hauptspeise, damit man dem Magen ein bißchen Ruhe gönnen kann? El Pharao Als Hauptspeise hatten wir die ägyptische Grillspezialität Kofta (Lamm- und Rindgehaktes, gerollt, dazu Reis ägpytischer Art, Humus Cream und Salat, Foto links) ausgesucht. Für den verwöhnten Westler-Gaumen war die Zubereitung natürlich gewöhnungsbedürftig, hatte aber ihren Reiz.
Weniger reizvoll, dass der Chef des Hauses sich nach geleerten Tellern an unseren Tisch setzte und immer ausführlicher sein Leid mit den Berliner Behörden klagte. Und als er sich schließlich auch noch über die Nachbarn in Steglitz zu ereifern begann, die ihre Problem mit dem ägyptischen Restaurant hätten (was auch erklären würde, warum trotz eines Samstag abends das Restaurant menschenleer war), bekam das Essen einen faden Beigeschmack. So lecker es geschmeckt hatte, die nimmer endende Redseligkeit trübte den guten Eindruck.
Fazit: Essen gut, Chef aufdringlich.




14. Dezember 2006

Gestern mittag klingelte es an der Haustür. Ich ging zur Gegensprechanlage. »Ja bitte?«
»Koslowski hier.«
Es klang, als hätte ich seit Wochen nur auf ihn, Koslowski, den Koslowski gewartet. Hab ich aber nicht. Wer zum Teufel ist Koslowski? »Ja, und?«
»Können Sie mich mal bitte reinlassen.«
»Wieso?«
»Wir wollen mal mit Ihnen reden.«
»Wieso?«, fragte ich. »Wer sind Sie denn?«
»Wir kommen ... äh ... vom Bezirksamt und wollen ... äh ... ja ... mal mit Ihnen über die Beziehung von traditionellem Handwerk mit ... äh ... äh ... und Fotografie reden.«
»Aha«, machte ich. »Aber traditionelles Handwerk hat nichts mit Fotografie zu tun.«
»Ja, ne, aber ...«
Ich unterbrach: »Und was hat das Bezirksamt damit zu tun?«
»Also ... äh ... das ist so ...«
»Sagen Sie«, fuhr ich ihm ins Wort. »Wollen Sie mich verarschen?«
»Nein, aber ...«
»Wollen Sie sich vielleicht nur Zutritt zum Haus verschaffen, um mir dann irgendwas zu verkaufen?«
»Ach, leck mich doch ...« Und weg war er.


12. Dezember 2006

departed Geguckt: »Departed: Unter Feinden« von Martin Scorsese. Scorseses Meisterwerk »Good Fellas« ist mir bis heute nachhaltig in Erinnerung geblieben. Eigentlich hat dieser Streifen vor Jahren erst so richtig meine Begeisterung für Mafia-Filme wie »Der Pate«, »Carlitos Ways«, »Scarface«, »Donnie Brasco« oder »Heat« geweckt. Vor allem auch für Filme mit Robert de Niro und Al Pacino.
Mit »Departed« (einem Remake des japanischen Hongkong-Cop-Thrillers »Infernal Affairs«) kehrte Regisseur Scorsese nun zum Genre zurück. Tatsächlich weckte der Streifen mit Jack Nicholson als böser Pate, Matt Damon als Ratte im Cop-Gewand, Leonardo di Caprio als Ratte im Mafia-Gewand meine Begeisterung. »Departed« ist ein zu keiner Minute langweiliger Film; Scorsese treibt die Handlung rasant voran. Und doch gab es einige Momente, in denen ich eine gewisse Distanz zu den Protagonisten empfand. Was weniger an der schauspielerischen Leistung ihrer Darsteller lag, die ist ohne Frage top. Aber zeitweise wirkten die Charaktere zu glatt und zu kühl. Dass die beiden Ratten sich zudem noch in die gleiche Frau verliebten, war zwar ein durchaus spannender Aspekt, wurde aber nicht konsequent zu einer Konfliktsituation fortgeführt. Alles in allem jedoch lohnt sich der Film. Ob Scorsese aber ausgerechnet dafür endlich den Oscar verdient hat, sei dahingestellt.


11. Dezember 2006

Ich bin drin!
bestseller


7. Dezember 2006

Bin gerade ein bißchen im Stress. Zwei Bücher, die fürs Frühjahr 2007 fertig geschrieben werden wollen (dazu dieser Tage mehr), darüber hinaus ein neues Design für meine Website, das zum Jahresende online gehen soll. Das braucht alles seine Zeit.

Ich bin aber auch stolz. Möchte gar nicht viele Worte verlieren. Nur darauf hinweisen, dass mein Roman Wut seit gestern bei Amazon.de gelistet ist - mit dem offiziellen Cover. Hier ist es:




Blog
Die Chronik des
laufenden Wahnsinns


Mai 2012April 2012März 2012Ältere Einträge im Archiv
Impressum