2003 erschien Extrem!: Die Fachpresse war sich einig: »›Extrem!‹« wird seinem Titel gerecht ... Piercing, Implantate, SM und Swinger, kaum etwas wird ausgelassen.« Mit diesen Worten lobte Matthias J. Grimme, Herausgeber des renommierten Fachmagazins »Schlagzeilen«, das Buch »Extrem!« von Christoph Brandhurst. Grimme schreibt weiter: »Unterschiedlichste Menschen erzählen, welche Art von sexuellen Ausschweifungen sie betreiben und wie sie dazu gekommen sind. Die Geschichten klingen ehrlich und haben auch mich mal wieder erstaunt, wie groß und andersartig das Spektrum sexueller Lust sein kann.«
»Für den einen wird Atemlosigkeit die Lektüre bestimmen, der andere genießt den geliebten voyeuristischen Einblick in fremde Schlafzimmer«, befindet das Forum der deutschen SM-Szene, »Lustschmerz«. »Gut ist auf jeden Fall die Normalität, dass Bücher dieser Art von Autoren wie C. Brandhurst geschrieben werden und Einzug in deutsche Buchhandlungen halten und ein Verlag wie Schwarzkopf & Schwarzkopf eine Schneise für Veröffentlichungen über den Tellerrand schlägt.«
Doch wer glaubt, dass mit »Extrem!« bereits alles gesagt ist, der irrt. Die Möglichkeiten sexueller Lust und Leidenschaft sind noch viel mannigfaltiger. Und nachdem das Buch »Extrem!« auf große Resonanz stieß, machte sich Autor Christoph Brandhurst erneut auf die Suche nach Menschen, die ihre Fantasien ausleben.

Zwei Jahre lang überlegten Alexandra und ihr Mann André – doch dann obsiegte die Neugier und sie wagten den Besuch im Swingerclub. Seitdem gehen sie regelmäßig: »Welcher Mann oder welche Frau hat nicht schon mal davon geträumt, fremde Haut zu spüren oder mehr? Bevor ein Partner seine Fantasien heimlich woanders verwirklicht – dann doch lieber gemeinsam.«
Findet auch Vera, die ihren Freund regelmäßig mit einer Freundin vernascht. Für Beate, die gemeinsam mit ihrer Freundin lesbischen SM praktiziert, wird aus der trauten Zweisamkeit nicht selten eine Session in der Gruppe. Kathrin mag das Rollenspiel, während der Fotograf Tom sich mit seinen Bildern ganz dem SM verpflichtet. Am liebsten sind ihm Models, die nicht nur Spaß am Posen haben, sondern sich ihm in einem sadistischen Spiel unterwerfen. Und Claire, die durch Tom erst wirklich ihre devote Neigung erkannt hat und dem Leser bereits aus »Extrem!« bekannt ist, setzt ihre Leidensgeschichte für »Extrem! – 2« fort.
Guido kann nicht genug von Intimpiercings bekommen, während Oli seit einem schweren Autounfall mittels Skarifikationen die Nähe zum eigenem Körper sucht. Nadine mag das Fetisch Gummi, und Bernd kommt erst so richtig bei Urinspielchen in Fahrt. Thomas und Beate behaupten von sich selbst, ganz einfach angelegt zu sein: »Neben einem gediegenen Latex-Fetisch sind wir der eher ›handwerklichen‹ SM-Fraktion zuzurechnen.« Bei ihnen gibt es keine Dominanz- und Unterwerfungs-Spiele, sondern sadistisch-masochistische. Die beiden haben sich bei einem SM-Gesprächskreis kennen gelernt und sind wahrscheinlich die erste von einem deutschen SM-Verein gestiftete Ehe.

Auch »Extrem! 2« ist ein spannendes Lesebuch. Und wie sein Vorgänger kann es auch ein wichtiger Ratgeber sein. Das Buch eröffnet neue Perspektiven. Es bietet Möglichkeiten, dem eigenen Leben und der eigenen Lust einen neuen, zusätzlichen Kick zu verpassen. Verboten ist nichts. Alles ist erlaubt.

Die Reihe »Extrem!« im Überblick - klicken Sie hier Extrem! 1 Extrem! 2 Extrem! 3

Extrem! 2

Frauen, Männer und Paare erzählen von der Lust an ihrer Leidenschaft

2. Auflage!

Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2005, Taschenbuch
288 Seiten, Euro 9.90
ISBN 3-89602-836-7

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