Carol O’Connell: Tödliche Geschenke
Tödliche Langeweile

Tödliche GeschenkeMag sein, dass die Autorin literarisches Talent hat. Leider heißt das noch lange nicht, dass sie auch in der Lage wäre, spannende Thriller zu schreiben.

Oren kehrt nach zwanzig Jahren in sein Heimatdorf zurück, weil die Haushälterin seines Vaters ihm einen Brief geschrieben hat. Schon wenige Minuten nach seiner Ankunft erfährt Oren den Grund dafür: Immer wieder werden Menschenknochen auf der Terrasse ihres Hauses abgelegt.
Offenbar die Knochen des vor zwanzig Jahren spurlos verschwundenen Josh, Orens Bruder. Viele im Dorf glaubten damals, Oren sei es gewesen, der seinen Bruder in den Wald verschleppt und dort umgebracht habe. Beweise dafür gab es nicht, Motive noch viel weniger. Doch die Gerüchte hielten sich hartnäckig, weshalb Oren von seinem Vater in ein Internat verfracht wurde.
Sohn weg. Problem erledigt. Tatsächlich?
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März 2012
Die wichtigsten Neuerscheinungen

Neu in diesem MonatAuf einen Blick. Die wichtigsten Neuerscheinungen im Monat März – ausgewählt von Don Marcello.

In diesem Monat mit einer wahren Pracht an (hoffentlich) guten Büchern. Zum Beispiel von Don Winslow, Bernhard Jaumann, John Hart und Liza Marklund. Nicht zu vergessen: Zum 100. Todestag von Karl May gibt es einen Hadschi Halef Omar-, Winnetou- und Old Shatterhand-Roman. Nicht wirklich kriminell, aber spannend durchaus.
Auch die Fraktion True Crime hat viel zu bieten: Joe Bausch erzählt aus dem »Knast«, Josef Wilfling in seinem zweiten Buch von der Arbeit als Kommissar, Axel Petermann gibt den Profiler.
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Carol O’Connell: Der Mann, der die Frauen belog
Konstruierte Kriminalistin

Der Mann, der die Frauen belogEines muss man dem btb-Verlag lassen, der seit kurzem die Mallory-Reihe neu auflegt: Die Cover sehen toll aus, allein ihretwegen lohnt sich der Bücherkauf. Was man vom Inhalt leider nur bedingt behaupten kann.

Eigentlich ist Kathleen Mallory Computerspezialistin bei der New Yorker Polizei. Aber da sie außerdem ein ziemlicher Sturkopf ist, der von Regeln und Vorschriften gar nichts hält, mischt sie sich gerne in die Ermittlungen ihrer Kollegen ein, wenn sie glaubt, die Fälle gingen sie etwas an. Wie zum Beispiel jener der jungen Rechercheurin Amanda Bosch, die im Central Park erschlagen aufgefunden wird – und verblüffende Ähnlichkeiten mit Mallory aufweist.

Die nistet sich deshalb in einem Appartment der Coventry Arms ein, einem vornehmen New Yorker Wohnkomplex, in dem auch die Tote zuletzt gelebt und an ihrem neuen Buch gearbeitet hat. Offenbar ein autobiographisches Werk, denn wie anders ist das abrupte, emotionale Ende des Manuskripts zu verstehen: »Du Lügner Du Lügner Du Lügner«?
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Carol O’Connell: Such mich!
Auf Distanz

Eigentlich ist die Idee nicht schlecht: Ein Serienkiller mordet sich die Route 66 entlang, und Detective Kathleen Mallory erklärt den Fall zur persönlichen Angelegenheit, weil ihr spurlos verschwundener Vater ihr nichts anderes hinterlassen hat als ein Tagebuch, in dem er die Faszination beschrieb, die ihn umtrieb, seit er den alten US-Highway zum ersten Mal bereiste. Ist er der Mörder?
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