Sido ist der Gangsta-Rapper aus dem Berliner Block: Er rappt hart und aggressiv, dass es die Bundesprüfstelle für jugendgefährende Medien in Alarmbereitschaft versetzt. Er provoziert und pöbelt, bevorzugt gegen unliebsame Rapper und schleimige Popper. Dabei ist Sido längst selbst ein Popstar unter den deutschen Rappern, dem sogar Thomas D. seine Echo-Auszeichnung zugesteht. Sido rockt mit coolen Lyrics der Lieblingsrapper die Teenies, macht den Clown bei der Wok-WM, stellt sich beim Bundesvision Song Contest dem Ländervergleich, gibt jederzeit Autogramme und sich selbst bereitwillig für die »Aktion Herzenswunsch« her.
sido Vorläufiger Höhepunkt: Ein Diskurs mit dem Deutschen Bundestag. Das alles schürt den Unmut der HipHop-Szene: Beim HipHop- und Reggaefestival Splash muss er zusammen mit Lieblingsrapper-Partner Harris seinen Auftritt vorzeitig beenden, da die beiden vom Publikum ausgebuht und mit Gegenständen sowie Lebensmitteln beworfen werden.

Sido spaltet die Nation. Doch im Grunde weiß niemand so genau, warum er den Rapper liebt oder hasst. Wer steckt tatsächlich hinter der silbernen Maske, hinter der er sich bis vor kurzem noch bei öffentlichen Auftritten versteckte? Marcel Feige ist dem Berliner HipHop-Künstler über ein halbes Jahr nicht mehr von der Seite gewichen. »Sido. Ich will mein Lied zurück« ist eine Chronik des Alltags. Zum ersten Mal gewährt Sido Einblick in sein bewegtes Leben.
»Sido. Ich will mein Lied zurück« ist aber noch mehr: In vielen Gesprächen mit Sido, seiner Familie, seinen Freunden und Kollegen von Aggro Berlin, Die Sekte, Deine Lieblingsrapper und Weggefährten aus seinem Block zeichnet Marcel Feige ein sehr persönliches Bild des Ausnahme-Rappers.

Sido

Ich will mein Lied zurück

2. Auflage

Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2006, Taschenbuch
220 Seiten, Euro 9.90
ISBN 3-89602-904-5

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